Ein wunderschöner Abend

Letzten Donnerstag hatte ich in Hamburg zu tun und mich im Gastwerk einquartiert. Da der Abend nicht durch irgendwelche business dates blockiert war, und ich Lust auf ein wenig Abenteuer hatte, wollte ich das erste Mal einen Escortservice in Anspruch nehmen. Nach einigem surfen bin ich auf World of Passion Escort gestoßen.

Auf mein ausgefülltes Kontaktformular hin meldete sich Alex telefonisch bei mir. Sie organisiert dort die Treffen. Meine erste Wahl, Christine, hätte Zeit und würde sich freuen, mich am Abend kennenlernen zu dürfen. Ich buchte fünf Stunden und bat darum, dass Christine um 19:30 Uhr an der Hotelbar sein sollte. Da ich sie vom Bild her kannte, sollte es kein Problem sein, sie zu erkennen. Alex fragte noch, ob ich spezielle Wünsche hätte, was outfit oder anderes anginge. Am Ende des Gesprächs nahm der Abend vor meinem geistigen Auge immer mehr Gestalt an. Die Vorfreude wuchs.

Ich reservierte noch einen Tisch im Saliba in der Leverkusenstraße und widmete mich dann meinen Vorbereitungen für den Abend. Pünktlich zur verabredeten Zeit erschien Christine im Hotel. Ich erkannte sie sofort und gab ihr ein Zeichen, sich zu mir zu setzen. Christine sah im wahren Leben noch umwerfender aus als auf den Fotos, die ich gesehen hatte. Sie trug ein Kostüm mit einem engen, kurzen Rock und eine Seidenbluse unter der sich deutlich ein üppiger Busen abzeichnete. Wir begrüßten einander, ich orderte ein Glas Champagner zusätzlich zu meinem Campari-Orange, und schon nach fünf Minuten mit Christine war es, als würden wir uns schon eine Ewigkeit kennen.

Im Saliba angekommen verwöhnte man  uns im Vorraum mit Tee und Feigen. Dann konnten wir an einem der mit Rosenblättern und Reis dekorierten Tische Platz nehmen. Wir saßen uns gegenüber, unsere Blicke trafen sich, strahlende Augen und ein Lächeln, und Christine bat mich, für sie zu wählen und zu bestellen. Mazza als Vorspeise, das war klar. Diese Zusammenstellung der verschiedensten arabischen Köstlichkeiten, ein Tisch voller Schälchen und dazu das dünne Fladenbrot. Als Hauptgang wählte ich Lamm. Ich erinnerte mich an meinen ersten Besuch im Saliba und erzählte Christine davon. Damals wurde das Dessert bei einem “Rundgang” in der Küche gewählt. Und ich erzählte ihr von dem tollen Wein, den ich damals gefunden hatte, einen Sito Moresco von Angelo Gaja. Leider war dieser Wein nicht vorrätig, wohl aber ein ähnlich guter Nebbiolo, den wir wählten.

Das Essen war delikat. Die Unterhaltung mit Christine zwanglos und - angeregt durch den schweren Wein vielleicht - im Laufe des Abends immer mehr mit eindeutigen Zweideutigkeiten gespickt, die die Gedanken den Ereignissen voraus eilen ließen. Meine Gedanken jedenfalls waren schon im Hotelzimmer angekommen, und so zog ich denn Christine schon einmal am Esstisch mit Blicken aus. Beim Dessert hielten wir uns bei den Händen und im Taxi schmiegte sie sich an mich.

Von der Hotelzimmertür bis zum Bett war unsere Kleidung über den Boden verstreut. Wir standen, uns leidenschaftlich küssend am Rande des Bettes und meine Hände gingen Christines atemberaubende Figur erkundend auf Entdeckungsreise. Ich versah jeden weißen Fleck auf der Landkarte ihres Körpers als Zeichen der in Besitz nahme mit einem Kuss. Süße terra incognita. Mir kamen Charlotte Roches “Feuchtgebiete” in den Sinn, wollte küssen, riechen, schmecken und der Erregung freien Lauf lassen …

Langsam kamen wir wieder zu Atem. Christine vermittelte mir den Eindruck, den Abend genossen zu haben und schmiegte sich nochmals an mich. Das gedämpfte Licht, der rote Backstein: es war wirklich eine schöne, romantische, leidenschaftliche Nacht.

Im Radio sagte eine Stimme “Es ist 0:30 Uhr” und in der Realität sagte Christine, dass sie jetzt gehen müsse. An der Hotelzimmertür verabschiedete ich sie einige Minuten später und sagte ganz bewusst: “Auf Wiedersehen, Christine!”

Antwort schreiben

Sie müssen als angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.